Kosten, die durch die Lohnzahlung an Arbeitnehmer anfallen
Die notwendigen Lohnnebenkosten umfassen in Deutschland die Beiträge zu Pflegeversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung und Rentenversicherung.
Je nach Definition der Lohnnebenkosten werden die gesamten Beiträge gezählt oder nur der Anteil des Arbeitgebers.
Höhe
Die aktuelle Höhe der Beiträge ändert sich häufig, da die Sätze an die Entwicklung der Kosten und des Arbeitsmarktes angepasst werden.
Aktuell (Anfang 2010) liegt die Belastung des Arbeitgebers bei ca. 23% des Bruttolohns des Arbeitnehmers. Die Belastung für Arbeitnehmer liegt bei ca. 20%.
Diskussion
Die Höhe der Lohnnebenkosten ist einer der entscheidenden Faktoren, die Beschäftigung für einen Arbeitgeber verteuern. Hohe Lohnnebenkosten können Unternehmen daher davon abhalten, neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Wichtig ist dabei, dass Lohnnebenkosten nicht progressiv sind (wie die
Einkommensteuer) sondern regressiv. Das heißt, niedrige Löhne werden prozentual stärker mit Nebenkosten belastet als hohe Löhne.