IAS und IFRS sind die internationalen Rechnungslegungsstandards
Die IAS (International Accounting Standards) und IFRS (International Financial Reporting Standards) sind Rechnungslegungsstandards, nach denen
Unternehmen ihre
Jahresabschlüsse aufstellen können. Sie sind damit international in etwa das, was das
Handelsgesetzbuch für Deutschland ist.
Aufbau
Die internationalen Rechnungslegungsstandards orientieren sich an dem angelsächsischen Rechnungslegungssystem. Sie sind sehr konkret und häufig anhand von Beispielen Erklärt.
Gültigkeit
In Deutschland und den anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben kapitalmarktorientierte Unternehmen die Pflicht, Ihren Abschluss nach den Regeln von IAS/IFRS aufzustellen.
Jedes Unternehmen, dessen Aktien oder Anleihen an einer Börse gehandelt werden (oder werden sollen) muss damit einen Abschluss nach den internationalen Standards aufstellen.
Unterscheidung IAS und IFRS
Die Unterscheidung zwischen IAS und IFRS ist etwas verwirrend. Letztendlich gültig sind beide Sammlungen von Vorschriften.
Die Differenz stammt lediglich aus der Zeit der Erstellung. Während die IAS das ursprüngliche Regelwerk darstellt, sind in den IFRS neuere Standards niedergeschrieben.
Zuständigkeit
Die IFRS werden vom International Accounting Standard Board (IASB) vorbereitet und verabschiedet.
Dieses IASB ist mit Rechtsexperten aus unterschiedlichen Ländern besetzt. Anwendung finden die Standards hierzulande allerdings erst, nachdem sie von der Europäischen Kommission anerkannt wurden.