Mit der doppelten Buchführung ist es möglich, den Periodenerfolg eines Unternehmens auf zwei Arten zu ermitteln: Einerseits in der Bilanz durch den Vergleich des Eigenkapitals zu Beginn und Ende der Periode und andererseits in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) durch den Vergleich von Aufwand und Ertrag.
Damit haben wir auch schon die beiden wichtigsten Konten in der Doppik vorgestellt. In die Bilanz werden zum Ende jedes Geschäftsjahres alle Bestandskonten eingebucht, sodass aus Ihr ersichtlich ist, welche Vermögenswerte und welche Schulden das Unternehmen an einem bestimmten Stichtag hat. Die GuV hingegen ist ein periodenbezogenes Erfolgskonto. Sie gibt an, in welcher Höhe Aufwände und Erträge in einem bestimmten Zeitraum angefallen sind.
In den Bestandskonten werden Erhöhungen der Aktiva ins Soll (links) gebucht, Erhöhungen der Passiva hingegen ins Haben (rechts). In den Erfolgskonten werden Aufwände ins Soll gebucht, während Erträge im Haben eingetragen werden.
| Soll | Haben |
| Kasse €119 an | Umsatzerlöse €100 |
| Umsatzsteuer €19 |
Das bedeutet, dass sich der Bestand in der Kasse um €119 erhöht hat, während €100 an Umsatzerlösen angefallen sind. Die Umsatzsteuer von 19€ muss später an das Finanzamt abgeführt werden und wird daher in einem Bestandskonto als Passiva gebucht.
Dieses kleine Beispiel erleichtert hoffentlich einigen von Ihnen den Zugang zur doppelten Buchführung.

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